Neulich hat mir ein befreundeter Selbstständiger einen Satz geschrieben, der mir seitdem nicht aus dem Kopf geht: Alle nutzen KI und können alles bauen, aber keiner hat eine Strategie dahinter. Jeder haut Flyer und Websites raus, und niemand hat ein Konzept fürs große Ganze.
Er hat noch etwas hinterhergeschoben, das jeder kennt, der in letzter Zeit ein paar Websites angeschaut hat: Eine KI-generierte Seite erkennt man inzwischen auf den ersten Blick. Sie sehen alle gleich aus.
Ich sehe das genauso, und ich sehe es jede Woche. Das Problem dabei ist nicht die KI. Das Problem ist, dass mit der KI der Schritt verschwunden ist, bei dem früher jemand gefragt hat, wofür das Ganze eigentlich gut sein soll.
Warum KI-Websites und KI-Flyer alle gleich aussehen
Eine KI liefert dir das, was für die meisten Menschen in deiner Situation am wahrscheinlichsten passt. Das ist ihre Stärke, und genau daraus entsteht der Einheitsbrei. Wenn du ihr sagst „Mach mir eine Website für meine Physiotherapiepraxis“, bekommst du den Durchschnitt aller Physiotherapie-Websites. Großes Bild oben, drei Kacheln mit Leistungen, ein Satz über Leidenschaft und Kompetenz, ein Button „Termin vereinbaren“.
Das sieht ordentlich aus. Es ist sauber, es ist schnell gemacht, und es kostet fast nichts. Nur unterscheidet es dich von niemandem, weil die Praxis zwei Straßen weiter dieselbe Anfrage gestellt hat und dieselbe Antwort bekommen hat.
Bei Flyern, Social-Media-Grafiken und Texten passiert dasselbe. Die Werkzeuge sind besser geworden, die Ergebnisse auch. Was fehlt, ist die Entscheidung davor: Für wen ist das, was soll diese Person danach tun, und warum soll sie das bei dir tun und nicht bei jemand anderem?
Das eigentliche Problem: Output ohne Konzept
Früher war eine Website teuer und aufwendig. Das hatte einen Nebeneffekt, den kaum jemand vermisst, solange er da ist: Wer viel Geld ausgibt, denkt vorher nach. Es gab ein Briefing, es gab Fragen, es gab jemanden, der widersprochen hat.
Heute kannst du an einem Nachmittag eine Website, zehn Flyer und einen Monat Social-Media-Posts bauen. Das ist großartig. Es verleitet aber dazu, das Nachdenken zu überspringen, weil das Bauen so leicht geworden ist. Am Ende stehen viele fertige Dinge da, und keines davon arbeitet mit dem anderen zusammen.
Ich kenne das übrigens auch von mir selbst. Wenn Bauen Spaß macht und schnell geht, ist die Versuchung groß, einfach das Nächste zu bauen, statt zu fragen, ob das Letzte überhaupt etwas gebracht hat.
Woran du erkennst, dass deinem Auftritt das Konzept fehlt
Du musst dafür kein Profi sein. Diese Fragen kannst du an deine Website, deine Flyer und deine Posts selbst stellen:
- Wenn du dein Logo und deinen Namen abdeckst: Könnte die Seite genauso gut einem Mitbewerber gehören?
- Steht irgendwo ein Satz, den nur du sagen kannst, weil er aus deiner Arbeit kommt und nicht aus einem Textbaustein?
- Weiß ein Besucher nach zehn Sekunden, für wen du arbeitest und für wen ausdrücklich nicht?
- Gibt es einen klaren nächsten Schritt, und passt er zu dem, was du eigentlich verkaufen willst?
- Hängen Website, Flyer und Social Media zusammen, oder erzählt jeder Kanal eine eigene Geschichte?
Wenn du bei mehr als zwei Fragen zögerst, liegt das Problem nicht am Design. Dann fehlt die Strategie, und die kann dir auch die beste KI nicht abnehmen, weil sie dein Geschäft nicht kennt.
Was eine Website von KI-Durchschnitt unterscheidet
Eine Website mit Konzept fängt bei drei Entscheidungen an, lange bevor es ums Aussehen geht. Erstens: Wen willst du erreichen, und mit welchem Problem kommt diese Person zu dir? Zweitens: Was genau soll sie auf der Seite tun? Drittens: Was sagst du, das sonst keiner in deiner Branche sagt?
Erst danach kommen Texte, Bilder und Aufbau. Und dann kann die KI auch wieder richtig gut helfen, weil sie jetzt eine klare Vorgabe umsetzt und keinen Durchschnitt mehr raten muss.
Dazu kommt ein Punkt, der gerade wichtiger wird: Immer mehr Menschen fragen neben Google auch ChatGPT und andere KI-Assistenten. Die nennen nur Seiten, die klar sagen, was sie anbieten, für wen und wo. Eine Seite aus Textbausteinen ist für diese Systeme genauso austauschbar wie für einen Menschen.
Ein Onepager für 499 € oder für 999 €: Der Unterschied liegt genau hier
Ich baue Onepager zu zwei Festpreisen, und der Unterschied zwischen beiden ist genau das, worum es in diesem Artikel geht.
Bei der Einstiegsfassung für 499 € netto lieferst du Texte und Bilder, und ich baue daraus eine saubere, schnelle Seite, die auf dem Handy funktioniert. Das passt, wenn du genau weißt, was du sagen willst, und vor allem online auffindbar sein musst, zum Beispiel für Anfragen über Empfehlungen.
Bei der Komplettfassung für 999 € netto fange ich vorne an: Inhalte, die auf deine Branche und deine Kunden zugeschnitten sind, Grundlagen für die Suche bei Google und die Auffindbarkeit in KI-Antworten, zwei Korrekturschleifen und ein Entwurf für Impressum und Datenschutz. Das passt, wenn du gefunden werden und dich von den anderen unterscheiden musst.
Beide Fassungen sind ehrlich gemeint. Die günstigere ist die richtige Wahl, wenn das Konzept schon in deinem Kopf ist. Die teurere ist die richtige Wahl, wenn es dort noch fehlt.
Wenn du das angehen willst
Wenn du nicht sicher bist, ob deiner Seite eher das Design oder das Konzept fehlt, fang mit der Website-Analyse an. Sie zeigt dir in wenigen Minuten, wo deine Seite steht. Und wenn du gleich reden willst, schreib mir auf WhatsApp.
Häufige Fragen
Ist eine KI-generierte Website schlecht?
Die Technik ist meistens solide. Schwach wird sie erst, wenn niemand vorher entschieden hat, wen sie ansprechen und was sie bewirken soll. Dann bekommst du eine ordentliche Seite, die niemandem auffällt.
Kann ich mit KI trotzdem eine eigene Website bauen?
Ja, wenn du ihr eine klare Vorgabe machst. Beschreibe deine Zielgruppe, dein Angebot, das, was dich unterscheidet, und den einen Schritt, den Besucher gehen sollen. Je genauer deine Vorgabe ist, desto weniger Durchschnitt kommt heraus.
Woran erkennt man eine KI-Website?
An austauschbaren Sätzen über Leidenschaft und Qualität, an Standardaufbau mit drei Kacheln, an Bildern ohne Bezug zum Unternehmen und daran, dass nirgends etwas Konkretes aus der eigenen Arbeit steht.
Was ist der Unterschied zwischen dem Onepager für 499 € und dem für 999 €?
Bei 499 € netto lieferst du Texte und Bilder, ich setze sie sauber um. Bei 999 € netto erarbeite ich die Inhalte für deine Branche mit, kümmere mich um die Auffindbarkeit bei Google und in KI-Antworten und liefere einen Entwurf für Impressum und Datenschutz.
