Keywords ohne K(r)ampf: Wie du bei Google gefunden wirst

Keywords für Google – Keywords ohne K(r)ampf: Wie du bei Google gefunden wirst

Wenn du online sichtbar sein willst, brauchst du kein technisches SEO-Wissen. Aber du brauchst eines: Verständnis dafür, wie Menschen suchen. Denn die besten Websites bringen nichts, wenn sie nicht gefunden werden. Und gefunden wirst du dann, wenn du die Sprache deiner Zielgruppe sprichst – auch bei Google.

Ein Beispiel aus der Praxis

Ein Kunde von mir war komplett fixiert auf ein bestimmtes Keyword. Sehr allgemein. Sehr „branchenüblich“. Und natürlich mit extrem hoher Konkurrenz. Er war überzeugt: „Dafür müssen wir unbedingt bei Google sichtbar werden.“ Also lief die ganze Website jahrelang auf genau diesen Begriff. Das Problem: Darüber kamen kaum passende Anfragen. Als wir dann genauer analysiert haben, wurde etwas Interessantes sichtbar:

Die potenziellen Kunden haben komplett anders gesucht, als der Unternehmer dachte. Nicht nach allgemeinen Fachbegriffen. Sondern nach konkreten Situationen und Problemen. Der Unternehmer sprach in Branchensprache. Die Kunden suchten in Alltagssprache. Das ist ein riesiger Unterschied. Wir haben dann angefangen, nicht mehr nur auf das offensichtliche Hauptkeyword zu optimieren — sondern auf echte Suchintention. Ein konkretes Beispiel:

Statt auf einen allgemeinen Oberbegriff zu gehen, haben wir Inhalte gebaut zu: – konkreten Problemen – regionalen Suchanfragen – typischen Fragen aus Kundengesprächen – Situationen kurz vor einer Kaufentscheidung Und plötzlich passierte etwas: Die Website wurde zwar teilweise für kleinere Keywords gefunden — aber dafür von genau den richtigen Menschen. Die Anfragen wurden deutlich konkreter. Nicht mehr: „Ich informiere mich mal.“ Sondern: „Ich habe genau dieses Problem.“

Das Spannende: Der Kunde hatte vorher die ganze Zeit auf Reichweite geschaut. Aber am Ende kamen über die „kleineren“ Keywords deutlich bessere Anfragen zustande. Das ist etwas, das viele unterschätzen: Das beste Keyword ist nicht automatisch das mit dem höchsten Suchvolumen. Sondern oft das, bei dem die Kaufabsicht schon viel klarer ist.

1. Keywords = die Brücke zwischen dir und deiner Zielgruppe

Keywords sind einfach nur Begriffe, die Menschen in Suchmaschinen eingeben. Nicht mehr, nicht weniger.

  • Frag dich:

Was würde jemand googeln, der nach genau dem sucht, was ich anbiete?

Beispiel: Du bietest Klangmassagen in Ulm an. Dein Keyword ist nicht „achtsame Reise zur Körperwahrnehmung“, sondern eher: „Klangmassage Ulm“, „Entspannung durch Klang“, „Verspannungen lösen Ulm“

2. Wähle Keywords, die realistisch sind

Natürlich kannst du auf „Coaching“ optimieren. Aber da konkurrierst du mit tausenden Seiten – oft ohne Chance auf Sichtbarkeit.

  • Besser:
  • „Coaching bei beruflicher Neuorientierung Ulm“

  • „Stressbewältigung mit Systemischer Beratung“

  • „Kurs zur inneren Balance in Blaustein“

Das sind sogenannte Longtail-Keywords – spezifisch, realistisch, und oft genau das, wonach deine Wunschkund:innen suchen.

3. So findest du passende Begriffe

Du brauchst kein SEO-Tool. Frag dich stattdessen:

  • Was schreiben Interessierte in meine Kontaktformulare?

  • Welche Begriffe tauchen in Mails, Gesprächen, Bewertungen auf?

  • Was fragt mich meine Zielgruppe immer wieder?

Wenn du magst, kannst du auch Tools wie den Google Keyword Planner oder Answer the Public nutzen – kostenlos und aufschlussreich.

4. Und wohin mit den Keywords?

Keine Angst – du musst sie nicht „in die linke obere Ecke“ deiner Seite einbauen

  • Stattdessen:
  • Nutze sie in Seitentiteln und Überschriften >

  • Verwende sie in Texten, aber ohne Zwang (keine Keyword-Presswurst!)

  • Achte auf Bildnamen und Alt-Texte >

  • Schreibe Blogartikel zu häufigen Fragen mit genau diesen Begriffen

Keine Tricks – nur Klartext

Gute Keywords sind keine Zauberformel. Sie helfen dir nur dabei, in der Sprache deiner Zielgruppe sichtbar zu werden. Keine Technik. Keine Abkürzung. Keine Geheimtricks. Nur ein bisschen Klarheit, Strategie – und echtes Interesse an den Menschen, die dich suchen.

Die offiziellen Grundlagen für gute Auffindbarkeit findest du in den Google Search Essentials.

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