Du musst nicht auf Instagram sein

Kaum ein Satz fällt häufiger als „Ich müsste eigentlich mal mehr auf Instagram machen“. Dahinter steckt ein diffuses Pflichtgefühl: Alle sind da, also muss ich auch. Nur fragt fast niemand, ob die eigenen Wunschkunden dort überhaupt unterwegs sind.

Die richtige Plattform ist nicht die größte oder lauteste. Es ist die, auf der deine Kunden tatsächlich sind und in der passenden Stimmung, dich zu finden. Für manche ist das Instagram. Für viele Offline-Geschäfte, Dienstleister oder B2B-Anbieter ist es eher Google, LinkedIn, ein Newsletter oder schlicht Empfehlungen.

Überall ein bisschen präsent zu sein, klingt nach Sicherheit, ist aber das Gegenteil. Es zersplittert deine Energie auf Kanäle, von denen die meisten nichts bringen. Eine Plattform, die du konsequent und gut bedienst, schlägt fünf, die du nur halbherzig mitlaufen lässt.

Die richtige Plattform ist die, auf der deine Kunden sind – nicht die, auf der alle anderen lärmen.

Bevor du dich also zu noch einem Kanal zwingst, dreh die Frage um: Wo suchen meine Wunschkunden nach einer Lösung wie meiner? Wo treffe ich sie in dem Moment, in dem sie offen sind? Dort lohnt sich dein Einsatz – und nur dort.

Das nimmt enormen Druck raus. Du musst nicht überall sein. Du musst an der einen, vielleicht zwei richtigen Stellen wirklich präsent sein. Das ist nicht weniger ehrgeizig, es ist nur klüger eingesetzt.

Häufige Fragen

Wie finde ich heraus, wo meine Kunden sind?

Frag bestehende Kunden, wie sie dich gefunden haben, und überleg, wo Menschen mit deinem Problem nach Lösungen suchen. Das Muster zeigt sich schnell.

Ist es nicht riskant, Instagram links liegen zu lassen?

Nur, wenn deine Kunden dort sind. Sind sie es nicht, ist es kein Risiko, sondern gesparte Energie für den Kanal, der wirklich trägt.

Reicht wirklich eine Plattform?

Für den Anfang oft ja. Lieber eine konsequent als mehrere halbherzig. Erweitern kannst du, wenn die erste läuft.

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