Der teuerste Link deines Unternehmens ist der, der ins Leere führt

Bei einem Kunden – einem Startup mitten in der anlaufenden Verkaufsphase – habe ich vor Kurzem etwas entdeckt: Der Link in der Instagram-Bio führte auf eine Seite, die es gar nicht gab. „Diese Seite konnte nicht gefunden werden.“ Jeder einzelne Interessent, der über Instagram kam, lief ins Leere. Seit Wochen. Und niemand hatte es gemerkt.

Warum auch? Betreiber klicken ihre eigene Bio nie an. Genau das macht solche Fehler so teuer: Sie sind unsichtbar, sie kosten täglich Interessenten, und sie bleiben, bis jemand von außen hinschaut. Der Fix hat am Ende 15 Minuten gedauert.

Wie so etwas passiert – und warum es niemand merkt

Die Ursache war technisch unspektakulär: Der Link zielte auf eine Sprungmarke, also eine Adresse mit #-Zeichen. Instagram wandelt dieses Zeichen je nach App-Version um – und aus dem funktionierenden Link wird eine tote Adresse. Besonders tückisch: Bei einem Konto funktioniert derselbe Link, beim anderen bricht er. Wer einmal getestet und „passt“ abgehakt hat, wähnt sich sicher.

Dahinter steckt ein Muster, das weit über Instagram hinausgeht: Websites und Profile verändern sich ständig. Plattform-Updates, umgezogene Seiten, gelöschte Unterseiten, geänderte Adressen – jede dieser Bewegungen kann eine Verbindung kappen. Ein Link, der gestern funktioniert hat, sagt über heute wenig aus.

Die Rechnung, die sich niemand merkt

Auf der einen Seite: 15 Minuten Arbeit. Auf der anderen: wochenlang verlorene Interessenten – mitten in der Phase, in der jeder einzelne Klick zählt. Was ein toter Link kostet, steht auf keiner Rechnung. Genau deshalb tut er so wenig weh und richtet so viel an.

Was du selbst tun kannst

Klick deine eigenen Wege regelmäßig selbst – am besten vom Handy und ausgeloggt, so wie deine Interessenten unterwegs sind: Bio-Link, Menüpunkte, Kontaktweg, die Buttons in den letzten Posts. Einmal im Monat, zehn Minuten. Du wirst überrascht sein, was du findest.

Der zweite Schritt: einmal gründlich prüfen lassen – von jemandem, der weiß, wo solche Brüche typischerweise sitzen. Denn der Bio-Link ist nur die sichtbarste Version. Dieselben Brüche verstecken sich in Weiterleitungen, Formularen und alten Verlinkungen tief in deiner Website.

Deine Bio lügt vielleicht gerade. Wann hast du deinen eigenen Link zuletzt angeklickt?

Häufige Fragen

Wie oft sollte ich die Links auf meiner Website und in meinen Profilen prüfen?

Einmal im Monat reicht für die wichtigsten Wege: Bio-Link, Menü, Kontaktweg, Buttons der letzten Posts. Wichtig: vom Handy und ausgeloggt testen – so, wie deine Interessenten unterwegs sind.

Warum funktionieren Links plötzlich nicht mehr, obwohl ich nichts geändert habe?

Plattformen ändern laufend, wie sie Links verarbeiten, Seiten ziehen um oder werden gelöscht. Jede dieser Bewegungen kann eine Verbindung kappen, ohne dass du davon erfährst.

Was kostet ein toter Link wirklich?

Jeder Interessent, der ins Leere klickt, ist verloren und meldet sich in aller Regel nie wieder. Diese Kosten tauchen auf keiner Rechnung auf – genau deshalb bleiben sie so lange unbemerkt.

Woran merke ich, dass Interessenten ins Leere laufen?

Von selbst meist gar nicht. Indizien sind: Reichweite vorhanden, aber kaum Anfragen. Klicks in den Statistiken, aber keine Bewegung auf der Website. Spätestens dann lohnt sich der systematische Check.

Mehr zum Thema

Du willst wissen, wo deine Interessenten gerade ins Leere laufen?

Die Webseitenanalyse schaut aus fünf Perspektiven auf deine Seite und zeigt dir in wenigen Minuten schwarz auf weiß, wo du Besucher, Vertrauen oder Anfragen verlierst – auch an den Stellen, die du selbst nie anklickst.

Zur Webseitenanalyse →

Weitere Artikel aus dem Blog...